500 Jahre Schlingrippengewölbe Weistrach

Am Samstag 7.11. begrüßte Altpfarrer Anton Högl die Referenten Dr. Huber und Mag. Fischeneder und erzählte von Ereignissen und Begegnungen die die Bedeutung des Schlingrippengewölbes von Weistrach bei Kunstkennern und Architekturstudenten aus der ganzen Welt unterstrich. Der weitest gereiste Student kam aus Australien um unsere Kirche zu studieren.

 Dr. Huber ging in seinem Referat auf die Bedeutung der Kunstschätzte der Kirche in der Diözese und im Besonderen, der Kirche von Weistrach ein. Wesentlichster Faktor für die Erhaltung solcher Kunstdenkmäler ist die Wertschätzung durch die Gläubigen, dies ist der Baustein für die Erhaltung und Pflege, die ja mit nicht unerheblichen Kosten für die Bevölkerung verbunden ist.  

Mag. Fischeneder zeigte anhand von Fotos und Skizzen die Entwicklung der Baugeschichte von 1300  bis zum Jahre 1515, der Bauzeit des Gewölbes von Weistrach. Vergleiche mit anderen Kirchen und Gewölben zeigten die unterschiedlichen Bauepochen. Weistrach ist ein Höhepunkt und auch ein Schlusspunkt der Spätgotik. Die Feier wurde musikalisch vom Streicherquartett Theresa Graf umrahmt. Diakon Muhr schloss die Feier mit Gebet und den Segen.

Am Sonntag 8.11. feierte Abt Bertholt Heigl mit der Pfarrgemeinde den Festgottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Kirchenchor mit der Bläsermesse. Abt Bertholt sagte in seiner Predigt, dass das Gewölbe in Stein gebrachtes Zeugnis des Glaubens sei. Gegenseitige Vernetzung trägt und stützt das Haus Gottes. Die Betrachtung des Gewölbes sei ein Abbild des Glaubens. Dankbar auf die Vergangenheit zu schauen und sich seiner Wurzeln und des Fundaments bewusst werden, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben und die Zukunft voll Hoffnung ergreifen. Bürgermeister Erwin Pittersberger dankte Altpfarrer Anton Högl, dass er die Kirche stilvoll renoviert hat und das Bewusstsein, dass Weistrach einen Kunstschatz mit der Kirche besitzt, wach gehalten hat. Die Festveranstaltung wurde mit einem Pfarrkaffe abgeschlossen, zudem die Bäuerinnen einluden.